ACTA heißt Zensur!

ANTI-ACTA-DEMO HOF, 11.2.2012

Ein nicht demokratisch legitimierter Ausschuss von nicht offiziell gewählten Bürokraten, Wirtschaftsverbänden und Lobbyisten will das weltweite ACTA-Abkommen durchsetzen. Es handelt sich dabei um ein Vollzugsverfahren, welches die Zensur des Internets ermöglicht. Bereits 22 EU-Staaten haben das Abkommen unterschrieben!

Unter dem Vorwand das Urheberrecht von KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und ForscherInnen zu schützen, sollen Kundendaten von den Providern kontrolliert und gespeichert werden.

Zum Beispiel wäre das „Teilen“ von Musikvideos oder Nachrichtenartikeln bei sozialen Netzwerken (zB. Facebook) oder per Email eine Straftat! Die Regierungen und UnternehmerInnen erhalten damit ein jetzt noch gar nicht einzuschätzendes Machtinstrument, welches die Überwachung der Bevölkerung vereinfacht.

In Wirklichkeit wollen Großkonzerne mit Patentrechten und Urheberschutz nicht die Idee von Individuen, sondern ihre Profite absichern, die sie durch diese einstreichen.

Der ACTA-Entwurf ist so wage formuliert, dass nach Durchsetzung dieses neuen Internetzensurgesetzes auch die Zensur von systemkritischen Blogs und Internetseiten von sozialen Bewegungen möglich wäre.

Wir fordern…

- alle Bestrebungen, Internet-zensurgesetze einzuführen, sofort zu beenden!
- die Abschaffung von Patent-rechten und Urheberschutz für kommerzielle Zwecke!
- freien Zugang zu Wissen, Musik und Kunst für alle!
- soziale und finanzielle Absicherung für alle KünstlerInnen, ForscherInnen und ProgrammierInnen!
- keine Repression und Zensur von fortschrittlichen Internetseiten und Informationsquellen!
- den politischen Kampf gegen die Ursachen von Rassismus, Sexismus und Kinderpornographie im Internet und in der Realität!
- die Abschaffung von Polizei- und Überwachungsstaat!
- Überwindung von sozialer Ungerechtigkeit, Armut, und Kapitalismus!
- eine freie, selbstbestimmte und solidarische Gesellschaft!

>> Flyer Download

----------------

>> PRESSEBERICHT der Frankenpost, 13.2.2012

ACTA-Petition unterzeichnen!

ACTA – ein weltweites Abkommen – könnte Konzernen erlauben, das Internet zu zensieren. Es wurde von wenigen reichen Ländern und mächtigen Konzernen ausgehandelt und würde einen neuen, nicht gewählten, “ACTA-Ausschuss” ins Leben rufen, der es privaten Interessen erlauben würde, alles, was wir Online machen zu überwachen und drakonische Bußgelder – oder gar Gefängnisstrafen – gegen alle zu verhängen, die angeblich ihren Geschäften schaden. […] Mächtige Konzerninteressen drängen auf dieses Abkommen, aber das EU Parlament steht noch im Weg. Senden wir den Abgeordneten eine klare Botschaft, sich gegen die Lobbies zu stellen und für Internet-Freiheit einzutreten. Unterzeichnen Sie jetzt und erzählen Sie allen davon.

Informieren und Petition unterzeichnen!

Kritik am „Infoabend Crystal Speed“

Am Mittwochabend, den 18.1.2012, lud die „Frankenpost Leser Akademie“ zu einem Infoabend über die Droge „Crystal Meth“ ein, die im oberfränkischen Raum weit verbreitet ist und immer häufiger konsumiert wird. Geladen waren die drei Referenten Willy Rogler (Polizist), Walter Bagnoli (Rechtsanwalt) und Dr. Lothar Franz (Psychiater und Psychotherapeut).

Eingeleitet wurde der Vortrag mit stereotypen Bildern von Junkies, die vornehmlich an Bahnhöfen herumlungern und sich dort den Schuss geben. Anders als erwartet ging es nicht um die Herstellung des Zusammenhangs der sozialen Frage und des Drogenkonsums, sondern um die Rechtfertigung der Illegalisierung etlicher Substanzen und die Kriminalisierung ihrer Konsumenten. Auf das viel geäußerte Gegenargument zur Illegalisierung, nämlich dass diese Schwarzmarktverkauf, Beschaffungs- und Herstellungskriminalität fördern würde, wurde keine Antwort gegeben.

Zwei der Referenten konnten die Frage „Warum werden Drogen überhaupt genommen?“ nicht beantworten. Zwar fiel das Wort „Leistungsdruck“ und „Schönheitsideal“, es wurde von japanischen Arbeitgebern erzählt, die ihren Arbeitern zur Förderung der Produktivität und Leistungsfähigkeit Methamphetamin (dort Jaba genannt) anbieten, aber es wurde kein direkter Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Missständen und Drogenkonsum hergestellt. Es fehlte der Veranstaltung an jeglichem politischen Gehalt.

Wir finden es wichtig über Drogen und Konsumfolgen objektiv aufzuklären. Immer mehr Menschen leiden unter Armut, Leistungsdruck und gesellschaftlichen Zwängen. Es ist kein Wunder, dass immer mehr Menschen zu Drogen greifen um vor der Realität zu fliehen. Die Betroffenen auch noch zu kriminalisieren und schikanieren, zeugt von wenig Menschenverständnis und Weltfremden Ansichten.

Für echte Aufklärung statt Irreführung. Für eine selbstbestimmte, solidarische Gesellschaft ohne Leistungsdruck und Konkurrenzförderung.

Neue Seite für Termine

Zusätzlich zum Blog, werden wir unsere Termine hier ankündigen.
Dort werden wir unsere Aktionen bekannt geben und auf öffentliche
Veranstaltungen hinweisen, die wir besuchen oder selbst organisieren.

Voll Psycho – Kapitalismus macht krank

Depression, Angststörung, Schizophrenie – Über 8 Millionen Deutsche leiden an Behandlungsbedürftigen psychischen Krankheit oder Störungen, zudem sind sie der vierthäufigste Grund für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Psychosen werden durch die gesellschaftlichen Verhältnisse und soziale Konflikte ausgelöst. Sie sind also nicht die Symptome einer Gesellschaft voller Kranker, sondern Anzeichen für eine Gesellschaft die krank macht.

Allein in Deutschland haben sich 2009 fast 10.000 Menschen das Leben genommen. Mehr als eine Millionen Deutsche sind abhängig von Beruhigungsmitteln, Mehrere Millionen von Alkohol. Immer mehr Arbeits- und Perspektivlose Jugendliche greifen zur Flasche und harten Drogen, um der Realität zu entfliehen.

Die meisten Psychologen und Psychiater lösen keine Probleme, sie verdrängen sie durch Medikation und therapeutische Anpassung an die wahnsinnige Realität. Aber bei vielen sind grundlegende Probleme Frust und Ausweglosigkeit, die aus einem widersprüchlichen Wirtschafts-system resultieren, das ohne Arbeitslosigkeit und Armut nicht funktioniert. Man wundert sich über Amoklaufende Schüler, die in ihren Klassen gemobbt werden und unter ständigem Leistungsdruck stehen. Studenten leiden wegen diesem Stress an Burn-Out.

Psychische Probleme können nur in einer Gesellschaft ohne Leistungsdruck und ständige Existenzängste gelöst werden. Der Mensch kann sich nur ändern, wenn die Gesellschaft, in der er lebt eine andere ist. Gesund kann der Mensch nur in einer gesunden Umgebung sein.

Wenn wir Menschlichkeit wollen, müssen wir
menschliche Verhältnisse schaffen.
“ – Bertolt Brecht

Download PDF



Referer der letzten 24 Stunden:
  1. google.com (6)