Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Anti-Sarrazin am 16. April 2012 | 19 Uhr

Sascha Stanicic (Berlin) stellt sein Buch „Anti-Sarrazin“ in Hof vor.

Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ hat das Land polarisiert. Für die einen spricht er unbequeme Wahrheiten aus, für die anderen verbreitet er dumpfen Rassismus. Aber Sarrazins Buch ist auch eine Kampfschrift für eine Sozialpolitik gegen die Mehrheit der Bevölkerung. Er zeigt, dass Rassismus und Sozialabbau zwei Seiten der selben Medaille sind.

Dieses Buch liefert nicht nur Argumente gegen Sarrazins Behauptungen und Forderungen. Es erklärt den Hintergrund der so genannten Integrationsdebatte und stellt Rassismus und Sozialabbau in einen geschichtlichen und gesellschaftlichen Zusammenhang.


Verlag: Papyrossa Verlag
ISBN: 3894384778

ACTA heißt Zensur!

ANTI-ACTA-DEMO HOF, 11.2.2012

Ein nicht demokratisch legitimierter Ausschuss von nicht offiziell gewählten Bürokraten, Wirtschaftsverbänden und Lobbyisten will das weltweite ACTA-Abkommen durchsetzen. Es handelt sich dabei um ein Vollzugsverfahren, welches die Zensur des Internets ermöglicht. Bereits 22 EU-Staaten haben das Abkommen unterschrieben!

Unter dem Vorwand das Urheberrecht von KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und ForscherInnen zu schützen, sollen Kundendaten von den Providern kontrolliert und gespeichert werden.

Zum Beispiel wäre das „Teilen“ von Musikvideos oder Nachrichtenartikeln bei sozialen Netzwerken (zB. Facebook) oder per Email eine Straftat! Die Regierungen und UnternehmerInnen erhalten damit ein jetzt noch gar nicht einzuschätzendes Machtinstrument, welches die Überwachung der Bevölkerung vereinfacht.

In Wirklichkeit wollen Großkonzerne mit Patentrechten und Urheberschutz nicht die Idee von Individuen, sondern ihre Profite absichern, die sie durch diese einstreichen.

Der ACTA-Entwurf ist so wage formuliert, dass nach Durchsetzung dieses neuen Internetzensurgesetzes auch die Zensur von systemkritischen Blogs und Internetseiten von sozialen Bewegungen möglich wäre.

Wir fordern…

- alle Bestrebungen, Internet-zensurgesetze einzuführen, sofort zu beenden!
- die Abschaffung von Patent-rechten und Urheberschutz für kommerzielle Zwecke!
- freien Zugang zu Wissen, Musik und Kunst für alle!
- soziale und finanzielle Absicherung für alle KünstlerInnen, ForscherInnen und ProgrammierInnen!
- keine Repression und Zensur von fortschrittlichen Internetseiten und Informationsquellen!
- den politischen Kampf gegen die Ursachen von Rassismus, Sexismus und Kinderpornographie im Internet und in der Realität!
- die Abschaffung von Polizei- und Überwachungsstaat!
- Überwindung von sozialer Ungerechtigkeit, Armut, und Kapitalismus!
- eine freie, selbstbestimmte und solidarische Gesellschaft!

>> Flyer Download

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>> PRESSEBERICHT der Frankenpost, 13.2.2012

Kritik am „Infoabend Crystal Speed“

Am Mittwochabend, den 18.1.2012, lud die „Frankenpost Leser Akademie“ zu einem Infoabend über die Droge „Crystal Meth“ ein, die im oberfränkischen Raum weit verbreitet ist und immer häufiger konsumiert wird. Geladen waren die drei Referenten Willy Rogler (Polizist), Walter Bagnoli (Rechtsanwalt) und Dr. Lothar Franz (Psychiater und Psychotherapeut).

Eingeleitet wurde der Vortrag mit stereotypen Bildern von Junkies, die vornehmlich an Bahnhöfen herumlungern und sich dort den Schuss geben. Anders als erwartet ging es nicht um die Herstellung des Zusammenhangs der sozialen Frage und des Drogenkonsums, sondern um die Rechtfertigung der Illegalisierung etlicher Substanzen und die Kriminalisierung ihrer Konsumenten. Auf das viel geäußerte Gegenargument zur Illegalisierung, nämlich dass diese Schwarzmarktverkauf, Beschaffungs- und Herstellungskriminalität fördern würde, wurde keine Antwort gegeben.

Zwei der Referenten konnten die Frage „Warum werden Drogen überhaupt genommen?“ nicht beantworten. Zwar fiel das Wort „Leistungsdruck“ und „Schönheitsideal“, es wurde von japanischen Arbeitgebern erzählt, die ihren Arbeitern zur Förderung der Produktivität und Leistungsfähigkeit Methamphetamin (dort Jaba genannt) anbieten, aber es wurde kein direkter Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Missständen und Drogenkonsum hergestellt. Es fehlte der Veranstaltung an jeglichem politischen Gehalt.

Wir finden es wichtig über Drogen und Konsumfolgen objektiv aufzuklären. Immer mehr Menschen leiden unter Armut, Leistungsdruck und gesellschaftlichen Zwängen. Es ist kein Wunder, dass immer mehr Menschen zu Drogen greifen um vor der Realität zu fliehen. Die Betroffenen auch noch zu kriminalisieren und schikanieren, zeugt von wenig Menschenverständnis und Weltfremden Ansichten.

Für echte Aufklärung statt Irreführung. Für eine selbstbestimmte, solidarische Gesellschaft ohne Leistungsdruck und Konkurrenzförderung.

Neue Seite für Termine

Zusätzlich zum Blog, werden wir unsere Termine hier ankündigen.
Dort werden wir unsere Aktionen bekannt geben und auf öffentliche
Veranstaltungen hinweisen, die wir besuchen oder selbst organisieren.

Die Euro-Krise heißt Kapitalismus

Donnerstag, 10. November ab 19 Uhr im KK

Nachdem die Profite der Banken und Konzerne überall in Europa mit hunderten Milliarden Euro Steuergeldern gerettet wurden, wird jetzt die Zeche präsentiert. Aber zahlen sollen nicht Banken und Konzerne, sondern ArbeiterInnen, Arbeitslose und Jugendliche. Gehälter werden gekürzt, Renten gestrichen, Sozialleistungen abgebaut. Und zwar überall in Europa. Dagegen gibt es Widerstand in Griechenland, Spanien, England und vielen anderen Ländern.

In diesem Sommer wurden an den Börsen Werte in Höhe von fünf Billionen US-Dollar ausgelöscht. Auslöser des Bebens an den Aktienmärkten war die eskalierende Staatsverschuldung. Zwar werden an den Börsen nicht Staats-, sondern Unternehmenswerte gehandelt. Aber das Ausmaß der öffentlichen Defizite führte zur Angst, dass die Gegenmaßnahmen („Schuldenbremsen“, Kürzungspakete und so weiter) den ohnehin schwachen Konjunkturmotor vollends abwürgen könnten. Zumal in der Produktion schon Spuren eines einsetzenden Abschwungs zu verzeichnen waren.

Eine Alternative ist bitter nötig. Denn was hat dieses obszöne und destruktive System anzubieten? In Griechenland Verhältnisse wie in der Ukraine, in den USA Verhältnisse wie in Mexiko. Wenn der Euro-Raum in den nächsten ein, zwei oder drei Jahren kollabiert, dann drohen verschärfte Krisenentwicklungen, Bankenzusammenbrüche im großen Stil, Währungsturbulenzen, aber auch ein stärker vernehmbares Säbelrasseln innerhalb Europas und zwischen den beiden Großmächten Deutschland und Frankreich (so falsch liegt Kohl nicht, wenn er meint: Bei der Zukunft des Euro geht es auch um die Frage von „Krieg und Frieden in Europa“).

Referent: Michael Koschitzki (SAV Berlin)